Zum Greifen nah – wie wir Babys helfen, Dinge zu greifen

Babys erste Erkundungstouren

Zig Mal am Tag greifen wir etwas. Morgens im Bad die Zahnbürste, ein Glas, allein durchschnittlich 88 Mal greifen wir zu unserem Smartphone. Könnten wir dies nicht mehr in der gewohnten Form tun, dann wäre unser Leben deutlich komplizierter und es wäre eine fühlbare Einschränkung in unserem Alltag. Was für uns heute also selbstverständlich und notwendig ist, mussten wir als Babys erst lernen. Zugreifen, ohne fallen zu lassen, festhalten und weiterreichen sind Dinge, die wir nicht vom ersten Tag auf der Welt können. Anfangs fehlt uns die Kraft und die Motorik, aber schnell lernen wir als Babys, Dinge zu tasten. Die Gegenstände, die in der Nähe Ihres Babys sind, wollen von diesem auch erkundet werden. Größere, aber dennoch leichte Gegenstände, können Babys bereits ab ungefähr vier Monaten greifen. Gezielt greifen können sie allerdings erst ab dem fünften Monat. Dazu berühren Babys den Gegenstand mit den Händen und greifen danach. Optimal für Babys erste Erkundungen sind Greiflinge. Weich, bunt, flauschig, warten sie nur darauf von Babys angefasst und entdeckt zu werden. Und passen sich dabei den kleinen Fingern Ihres Babys optimal an.

Greifen, eine wichtige Voraussetzung zum Spielen

Immer wieder begegnet uns das Bild von kleinen Baby-Fingern, die den Daumen eines Erwachsenen umschließen. Dieses Bild berührt uns, zeigt es doch die Nähe, die zwischen zwei Lebewesen entstehen kann. Menschliche Nähe entsteht nicht nur, aber auch durch Berührung. Studien belegen, wie entscheidend dies vor allem für Kleinkinder ist. Doch Nähe und Geborgenheit sind für alle Menschen wichtig, egal ob Babys, Kleinkind oder Erwachsener. Dass Babys zugreifen können, ist jedoch nicht nur wichtig, um Nähe zu anderen Menschen herstellen zu können. Für die frühkindliche Entwicklung ist es enorm wichtig, dass Babys zupacken können. Nur, wenn sie das gelernt haben, können sie später beginnen zu spielen. Oder fallen Ihnen viele Spiele ein, bei denen nicht irgendetwas angefasst werden muss? Babys kleine Hände lernen also nicht umsonst früh, Gegenstände zu berühren und festzuhalten. Denn gesunde Kinder wollen mit Geschwistern und Freunden spielen – es ist ein wichtiger Schritt für sie, um sich zu entwickeln. Beim Spielen entwickeln Kinder wichtige Fähigkeiten, die sie für ihren späteren Alltag benötigen. Die Motorik wird ausgebildet, sie entwickeln Teamgeist oder sie werden zum Nachdenken angeregt. Die Kreativität wird gefördert und nicht zuletzt entstehen Freundschaften, wenn Kinder gemeinsam spielen. Darüber hinaus ist unbeschwert spielen ein Teil der Kindheit, den es in dieser Form als Erwachsener nicht mehr geben wird – und den Kinder deshalb aus vollem Herzen genießen sollten.
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Bildquelle: ©  Ekaterina Pokrovsky – stock.adobe.com.

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